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Aktuelles

06/2021: Pressebericht "Waldbauern fordern faire Holzpreise" in der BBZ

In der Badischen Bauernzeitung erschien Ende Juni 2021 ein Pressbericht des "Arbeitskreises Forstbetriebsgemeinschaften" aus dem Ortenaukreis:

Waldbauern fordern faire Holzpreise

Auf Einladung der Forstbetriebsgemeinschaften Fischerbach, Gutach, Haslach und Hornberg- Reichenbach trafen sich die Vorsitzenden der FBG´ en aus dem Ortenaukreis fast vollzählig in der Marktscheune in Berghaupten. Die Waldbesitzer machten ihrem Unmut über die aus ihrer Sicht völlig unzureichenden Rundholzpreise Luft. Denn trotz der 2-3-fachen Preisen bei Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz, Spanplatten und anderen Holzprodukten kommen beim Erzeuger nur marginale Erhöhungen an. Das führt zu wachsendem Verdruss bei den Waldbauern. Denn als Urheber der Wertschöpfungskette Holz wollen und müssen sie an den üppig sprudelnden Gewinnen auf Seiten der Säger partizipieren. Denn das derzeitige Preisniveau, so die FBG-Funktionäre, liegt immer noch auf dem Stand der 80er und 90er Jahre. Löhne, Maschinen- und Energiekosten sind aber seitdem stark gestiegen, ganz zu schweigen von den wachsenden Ansprüchen der Gesellschaft an den Waldbesitz.

Nach einer intensiven Diskussion formulierten die Waldbauern folgende Forderungen:

·         150€ pro Festmeter für Nadelstammholz. Dieser Preis wäre dem Produkt gerecht, ohne bei fairen Bedingungen seitens der Sägeindustrie dem Holzbau zu schaden.

·         Reduzierung der ausufernden Abschläge wie z.B. auf Tannenholz, C/D-Holz, Abholzigkeit, Minderlänge, Starkholz usw. Diese Abschläge führen innerhalb eines Polters oft zu 20 € Verlust pro Festmeter auf den Standartpreis. Besonders ärgerlich sind die Tannenabschläge. Waldbesitzer werden hierdurch für ihre Arbeit mit dieser ökologisch wertvollen Baumart regelrecht bestraft.

·         Förderung von regionalen Warenkreisläufen. Es macht keinen Sinn, Rohholz über ganz Europa zur Weiterverarbeitung zu transportieren und fertig konfektionierte Holzprodukte wieder herzukarren. Das geplante Brettsperrholzwerk im Schwarzwald ist ein erster Schritt, aber wir brauchen noch viel mehr Veredlung vor Ort. Das würde auch dem regionalen Holzbau helfen und obendrein so manche Tonne Kohlendioxyd einsparen.

·         Änderung der Besteuerung von Holzerträgen. Gerade im Kleinprivatwald wird oft kein Holz geschlagen, weil diese Waldbesitzer (Nebenerwerbslandwirte) bei zusätzlichem Einnahmen forstlicherseits durch die Steuerprogression schlecht gestellt werden. Das dadurch wegfallende Einschlagsvolumen führt nicht nur zu überalternden Beständen, sondern fehlt auch dem Markt.

·         Anerkennung der Ökosystemleistungen seitens Waldbesitzer durch die Gesellschaft. Diese darf sich nicht nur im symbolischen Schulterklopfen (selbst das bleibt oft aus) erschöpfen, sondern muss sich auch in einem fairen Rundholzpreis wiederfinden. Darüber hinaus  müssen die aktiven Waldbewirtschafter auch eine unbürokratische Bezahlung für die langfristige Kohlenstoffbindung durch ihre Holzproduktion erhalten.

 

Die FBG-Vorstände beschlossen weiterhin, sich regelmäßig zu treffen und auszutauschen. Als gemeinsames Sprachrohr der FBG´ en im Ortenaukreis wurde der Arbeitskreis der Ortenauer Forstbetriebsgemeinschaften gegründet.

Als deren Sprecher wurde Bernd Wöhrle aus Gutach gewählt, weitere Mitglieder im Leitungsteam sind Jürgen Schmid, Bernhard Heid, Josef Fehrenbacher und Markus Huber.