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Aktuelles

Pressebericht: Info-Termin Forstexperten: „Wir brauchen gutes Personal“

Trotz der lachenden Gesichter ist die Lage in den Wäldern alles andere als heiter: Das wurde bei einem Termin im Gengenbacher­ Ziegelwald deutlich (von links): Kurt Weber (Waldservice Ortenau), Volker Schebesta (CDU-Staatssekretär), Stephan Diener (Forstunternehmer), Peter Zink (Revierförster) und Stefan Zehnle (Mitarbeiter von Stephan Diener). ©Thomas Reizel

Der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Schebesta ließ sich im Gengenbacher Ziegelwald erklären, worauf es den Forstexperten vor Ort außer auf Förderung noch ankommt.

Die Lage im Gengenbacher Wald ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Dieses Fazit zogen am Freitagvormittag Forstexperten bei einem Vor-Ort-Termin im Ziegelwald mit Volker Schebesta, CDU-Landtagsabgeordneter und Staatssekretär im Kultusministerium.
Kurt Weber, Geschäftsführer der Waldservice Ortenau eG, erläutert die Probleme, mit denen Waldbesitzer zu kämpfen haben: „Die Preise steigen zwar etwas, sind aber auf dem Weltmarkt immer noch unter Druck. Deshalb ist es wichtig für die Waldbesitzer, schnell an Fördertöpfe von Bund und Land zu kommen.“

Wasser fehlt im Boden

Revierförster Peter Zink beschrieb die Lage. Das Jahr 2020 wäre zwar von der Regenmenge her als normal einzustufen, doch wegen der Trockenheit der vorangegangenen beiden Jahre fehlt in zwei Metern
Bodentiefe weiterhin das Wasser. Starben im vergangenen Jahr viele Tannen, sind es jetzt die Buchen. „Die können ein bis zwei Jahre Trockenheit überstehen, aber dann trocknen sie schnell aus“, sagte Zink. Das bedeute nicht nur große Anstrengungen in der Vermarktung, sondern auch in Bezug auf die Arbeitssicherheit. Denn Buchen trocknen von der Krone her aus, deshalb können aus großer Höhe herunterfallende Äste Forstarbeiter schwer verletzen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels erklärte Peter Zink, dass „wir nur an den Symptomen arbeiten können. Doch wir müssen uns jetzt überlegen, wie der Wald in 20, 30 und 50 Jahren aussieht.“ Ein Blick nach Südfrankreich könne über die Langzeitfolgen ein Bild verschaffen.

Die Douglasie sei aus ökologischen Aspekten (keine einheimische Art) umstritten, die Eiche teuer. Natürlich verjünge sich der Wald und passe sich auch an, aber auch das dauert sehr lange. Volker Schebesta verwies auf das Landesprogramm „Waldstrategie 2050“. Unter Beteiligung vieler gesellschaftlicher Schichten wird an einem Konzept gearbeitet, wie der Wald bestandsfähig gemacht werden kann. Außerdem stelle das Land jährlich 30 Millionen Euro für die Beseitigung von Waldschäden zur Verfügung.

46 Prozent geschädigt

Nach einer Erhebung des Landes sind 46 Prozent der Wälder im Land geschädigt. „Das ist auch bei uns so, auch wenn man das nicht auf Anhieb sieht“, betonte Kurt Weber. Gleichwohl stehe die Region im Vergleich zu anderen noch vergleichsweise gut da, weil er gut durchmischt sei.

Kurt Weber warb auch für die offensive Vermarktung des Rohstoffs Holz: „Wir und alle Betriebe, die dranhängen, brauchen das.“ Peter Zink erinnerte daran, dass auch großer Bedarf an gut ausgebildetem Personal, auch in der Beratung, besteht: „Sonst würde der Privatwald abgehängt.“

 

Quelle: https://www.bo.de/lokales/offenburg/forstexperten-wir-brauchen-gutes-personal

Weiterer Presseartikel zum Treffen: https://www.badische-zeitung.de/die-problemlage-im-ortenauer-wald-ist-vielfaeltig