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Aktuelles

Pressebericht: Gengenbacher Waldbauern befürchten weitere Trockenheit

Quelle: baden-online.de

»Es müsste bis Juni durchregnen«: Das hatte Kurt Weber, Geschäftsführer der Waldservice Ortenau eG im Oktober gesagt. Zur Halbzeit erklärt er auf OT-Anfrage: »Daran hat sich nichts geändert.« Hobby-Meteorologe Franz Schmalz aus Wolfach befürchtet Schlimmes, sollte es nicht bald lange und ergiebig regnen.

Nach dem extrem trockenen Jahr 2018 war für die Forstleute klar: So etwas darf sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Bereits im Oktober sagte Kurt Weber, Geschäftsführer der Waldservice Ortenau eG in Ohlsbach, dass es bis Juni 2019 durchregnen müsste, um das Wasserdefizit auszugleichen.

Doch davon sind die Wälder weit entfernt. »In Bezug auf die Schädlinge Buchdrucker und Kupferstecher herrscht noch Ruhe. Aber die Böden sind nur bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern feucht.« Das aber ist viel zu wenig für Bäume, deren Wurzeln teilweise mehrere Meter im Boden stecken.

Zwar hat es im Herbst und auch zuletzt geregnet, doch die Mengen reichen nicht aus. »Die Kronendächer im Wald fangen viel ab. Außerdem war es warm und windig, was die Verdungstung fördert«, erklärte Kurt Weber. Mit besorgter Spannung erwarte die Forstwirtschaft den April und Mai. Dann zeichnet sich für die Waldbesitzer ab, was sie in Sachen Buchdrucker und Kupferstecher erwartet. Dann wird sich auch zeigen, wie sich bereits im Vorjahr geschwächte Bäume entwickeln.

Doch bei der Tanne zeichnet sich jetzt schon ab, dass in unteren Lagen einige gefällt werden müssen. Denn diese Bäume wurzeln sehr tief. Schon in diesem Jahr wurden vor allem im Bereich Strohbach/Fußbach viele Bäume geschlagen. Kurt Weber beziffert die Menge im Forstbereich Gengenbach auf bereits 2000 bis 3000 Festmeter. Wie wichtig jetzt ergiebige Regenfälle sind, lasse sich auch an den Bächen wie Haiger-ach und Reichenbach ablesen. »Nach einem Regen sind sie zwar kurzzeitig etwas gefüllt, doch das lässt schnell wieder nach. Das zeigt, wie wenig Wasser die höher gelegenen Quellen schütten.«

Meteorologe: Das wäre fatal!

Franz Schmalz, Betreiber einer privaten Wetterwarte in Wolfach, hat auf seiner Facebook-Seite ebenfalls keine guten Aussichten prognostiziert, und zwar in seiner Reihe »Wetterregel der Woche« am 21. Februar: Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr. In diesem Jahr ist der Februar deutlich zu niederschlagsarm. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass in sechs von zehn Fällen das Wetter des Februars auf das Jahreswetter durchschlägt.

Gutes Beispiel dafür sei der Februar 2018. Mit ihm begann die lange und teils extreme Trockenheit des letzten Jahres. Falls der Februar nun erneut an der Spitze einer neuen Trockenzeit stehen sollte, wäre das fatal. Am 3. März postete er die nächste Wetterregel: »Sankt Kunigund macht warm von unt«. Anfang März hat die Sonne schon wieder eine beträchtliche Höhe gewonnen und kann damit die Böden tagsüber gut anwärmen.«

Ein Indikator für den Vegetationsbeginn sei die Grünlandtemperatur. Sie wird aus den positiven Tagesmitteltemperaturen ermittelt und im Januar mit dem Faktor 0,5 und im Februar mit 0,75 multipliziert, ab März gehen die Tagesmittel mit dem vollen Wert ein. In den 60 Jahren seit Bestehen der Wetterstation Wolfach schwankte dieser Termin beträchtlich.

Als Extreme nennt Schmalz den 1. März 2007 und den 12. April 1970. Eine Untersuchung, ob diese Regel durch den Klimawandel verändert wurde, habe keine eindeutige Aussage ergeben. Nehme man den linearen Trend des gesamten Zeitraums, dann zeigt sich eine Verfrühung um eine Woche vom 23. März auf den 18. März. »Aber der Klimawandel verläuft nicht linear«, teilte Franz Schmalz zu dieser Entwicklung mit.