Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Herzlich Willkommen bei der Waldservice Ortenau eG
Herzlich Willkommen bei der Waldservice Ortenau eG
Herzlich Willkommen bei der Waldservice Ortenau eG
Herzlich Willkommen bei der Waldservice Ortenau eG
Herzlich Willkommen bei der Waldservice Ortenau eG

Aktuelles

Pressebericht: Forstreform: Auf Minister Peter Hauk wartet heftige Kritik

Die Waldservice Ortenau eG kritisiert scharf die geplante Forstreform.

Quelle: baden-online.de

Die Waldservice Ortenau eG (WSO) kritisiert scharf die geplante Forstreform. Am Mittwoch ist Landwirtschaftsminister Peter Hauk um 20 Uhr in der Hausacher Stadthalle zu Gast. Davor setzt Kurt Weber, Geschäftsführer der WSO, ein Warnsignal! Vor allem Privatwaldbesitzer würden benachteiligt.

Die Waldservice Ortenau eG, der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband sowie die Forstbetriebsgemeinschaften blicken der geplanten Forstreform des Landes mit großer Sorge entgegen. Vereinfach gesagt geht es in dem Entwurf darum, dass die Revierförster vom Amt für Waldwirtschaft Privatwaldbesitzer nur noch beraten und betreuen dürfen, wenn diese dafür den vollen Stundensatz bezahlen. Das betrifft vor allem die Erfassung geschlagenen und im Wald liegenden Holzes.

»Gewaltiger Haken«

Die Idee der Reform: Privatwaldbesitzer sollen für die Kosten aufkommen, die für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen von Land und Kommunen entstehen. Das klingt erst einmal gerecht, hat aber aus Sicht von Kurt Weber einen gewaltigen Haken: Bisher war geregelt, dass die Privatwaldbesitzer nur mit einer kleinen Pauschale belastet werden, weil auch deren Wälder der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und von ihr genutzt werden. Außerdem mache die Bewirtschaftung eines Waldes nur zusammenhängend Sinn, also wenn der Privatwald in den Kommunalwald einbezogen wird.

Bis zu einem gewissen Punkt hat das das Land berücksichtigt, aber wie Kurt Weber sagt, dabei ein »Bürkokratie-Monster« geschaffen. Denn ein Privatwaldbesitzer muss jetzt zwar den vollen Stundensatz bezahlen, kann aber einen an zahlreiche Kriterien gebundenen Förderantrag stellen, sodass sich diese Kosten – die noch nicht näher definiert sind – dann deutlich reduzieren.

Doch das Amt für Waldwirtschaft, das dem Landratsamt zugeordnet ist, hatte bei einer Info-Veranstaltung in Hornberg vergangene Woche diesen Plänen eine Absage erteilt. »Was sicher ist, sind gegenüber jetzt doppelt oder gar dreifach so viel an Kosten für die Waldbesitzer als bisher und ein riesiger Verwaltungsaufwand«, sagte Martin Siffling und sprach von rund 5000 Verfahren, die auf die Verwaltung zukämen. Und dass dafür Geld in der Verwaltung versickert, sei alles andere als zielführend.

Kurt Weber sieht in dieser Bürokratie eine weitere große Gefahr: »Das Antragsverfahren ist sehr kompliziert. Wir befürchten, dass das vor allem kleinen Privatwaldbesitzern zu blöd wird und sie im Wald gar nichts mehr machen.« Das aber sei nicht im Sinne einer zusammenhängenden Waldwirtschaft, auch vor dem Hintergrund der Käfer- und Trockenschäden aus dem Vorjahr, mit denen Weber auch in diesem Jahr rechnet. Denn der Regen bisher reicht bei weitem nicht aus, um die Trockenheit im Boden zu beheben.

Probleme geschildert

Auf diese komplexen Zusammenhänge hat der Genossenschaftsverband am Montag mit einem Brief an das Landwirtschaftsministerium hingewiesen. Zudem waren die Waldservice eG und Vertreter der Forstbetriebsgemeinschaften vom Verband nach Stuttgart eingeladen worden, um den forstpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen von CDU, Grünen, SPD und FDP die Problematik zu schildern und ihre Forderung nach unbürokratischer Förderung des Privatwalds zu bekräftigen.

Am Mittwoch kommt Landwirtschaftsminister Peter Hauk um 20 Uhr in die Hausacher Stadthalle, um über die geplante Forstreform zu informieren. Noch handelt es sich um einen Entwurf. Ob er die Anliegen der heimischen Waldbesitzer ernstnimmt und diese berücksichtigt, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen appellieren daher an alle Waldbesitzer, sich geschlossen an einer Online-Petition (www.J5X) zu beteiligen und vor allem beim Besuch von Minister Peter Hauk in Hausach zugegen zu sein.